Die Freiheit, frei zu sein: Eine erfolgreiche Unternehmensstrategie
Freiheit heißt, andere Sichtweisen zu integrieren und neue Perspektiven zu erkennen. Diesen Wert zu leben, ist gerade für Unternehmen wichtig.

Die Freiheit, frei zu sein: Eine erfolgreiche Unternehmensstrategie

Kennen Sie den Essay „Die Freiheit, frei zu sein“ von Hannah Arendt? Sie schrieb ihn in den 1960er-Jahren und er erschien nun aus ihrem Nachlass. Anfang des Jahres führte er wochenlang die Bestseller-Listen an und hat immer noch gute Verkaufszahlen. Dieser Erfolg zeigt: Es macht sich in unserer Gesellschaft und auch in vielen Unternehmen eine Sehnsucht breit, frei zu sein. Und der griffige Titel lädt dazu ein, sich damit auseinanderzusetzen.

Deutlich wird bei der Lektüre, dass Freiheit kein manieriertes Konstrukt ist, das uns von außen verliehen wird. Freiheit hängt vielmehr mit der Möglichkeit zusammen, frei seine Meinung zu Zielen, Entwicklungen und Einstellungen anderer darzulegen und den Mut aufzubringen, diese zu äußern. Damit wird Freiheit zu einem Wert, der immer wieder neu errungen werden muss.

Freiheit: Unumstößliche Prinzipien unserer Gesellschaft

Hinter der Unterscheidung zwischen vorgegebenen unternehmerischen Zielen oder öffentlich vorgegebenen Gesetzen und der damit unter Umständen eingeschränkten persönlichen, individuellen Freiheit steckt letztlich ein Grundprinzip der gesellschaftlichen Moderne: Unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung baut auf dem Prinzip der Trennung zwischen privater, individueller Freiheit und öffentlicher Konformität auf.

Der Staat kann beispielsweise darauf pochen, dass sich alle an die Straßenverkehrsordnung halten. Verstöße werden auf der Basis demokratisch verabschiedeter Gesetze geahndet. Was die Bürgerinnen und Bürger über die Straßenverkehrsordnung denken, ist dem Staat jedoch egal. Es ist legitim, Tempo-30-Zonen nicht gut zu finden. Alle, die dieser Meinung sind, dürfen das auch öffentlich sagen. Mehr noch, sie dürfen Petitionen zur Abschaffung der 30-Zonen starten. Langsam fahren hinter einem Tempo-30-Schild müssen sie trotzdem. Auch autoritäre politische Systeme verlangen Gefolgschaft, aber keine Gleichschaltung des Denkens. Sie schränken jedoch – anders als Demokratien – die Meinungsfreiheit in der Öffentlichkeit gerne ein. Erst totalitäre Systeme überschreiten die letzte Grenze zur Identität von Menschen und erwarten absolute Gefolgschaft.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Haben Sie als Führungskraft und Mitarbeiter/-in den Mut und nehmen Sie sich die Freiheit, sich gegenüber vorgegebenen Zielen, Leitlinien und Vorgehensweisen „von oben“ zu positionieren? Fördern Sie als Führungskraft die Freiheit ihrer Mitarbeiter/-innen, indem Sie Raum dafür schaffen? Das bedeutet nicht, dass diese Freiheiten auch tatsächlich umgesetzt werden müssen. Es bedeutet vielmehr die Möglichkeit, Sichtweisen zu integrieren, neue – vielleicht bisher unbedachte Perspektiven – zu erkennen und damit auch Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Gut zu führen heißt, die eigenen Sichtweisen und Ziele so begründen und darstellen zu können, dass andere sich zur Kooperation mit ihren Bewertungen aufgerufen fühlen. Können Sie das?

Was wir als BeraterInnen eher beobachten, ist, dass Organisationen häufig zu lange an etablierten und renommierten Konzepten festhalten – und nicht der mutigen, freien Alternative folgen. Konsequenz: Viel zu viele Unternehmen verzichten auf ihr einzigartiges Profil, laufen Moden nach, statt sich und ihren Eigensinn zu behaupten. Das digitale Zeitalter beflügelt jedoch vor allem jene, die frei sind.

Wir sagen nicht, dass das einfach ist. Genau dafür haben wir systematische Umsetzungskonzepte entwickelt, die sich in der Praxis bewährt haben.

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